Was hat der 1. Mai mit dem Atomausstieg zu tun?

02.05.2015

Die Bevölkerung trägt die Kosten und das Risiko, wenn die Energiewende und der Atomausstieg weiter verzögert werden.

Grusswort zum 1. Mai auf dem Marktplatz

Soziale Ungerechtigkeiten sind weltweit oft mit Umweltzerstörung und Ressourcenkonflikten verbunden. Dort, wo die natürlichen Lebensgrundlagen der Bevölkerung von globalen Multis ausgebeutet oder zerstört werden, haben die Menschen kaum eine Stimme, um sich zu wehren. Länder, die reich sind an Bodenschätzen, verfallen in Konflikte, weil Reiche und Mächtige sich mit internationalen Firmen verbandeln und die Bevölkerung nicht am Ertrag teilhaben lassen. Den Preis für den Gewinn einzelner bezahlt die Bevölkerung. In der Schweiz ist dieser Zusammenhang nicht direkt sichtbar – wird sind ein Dienstleistungsland mit wenigen Bodenschätzen. Aber es gibt ihn dennoch – auf drei Arten.

Erstens, indem wir über massive Steuererleichterungen am Reichtum der Multis teilhaben.

Zweitens bestimmt auch bei uns eine kleine Minderheit über den Kopf der Bevölkerung hinweg über Risiken und den Umgang mit grossen Gefahren für unsere Umwelt. Ich bin nämlich sicher, dass die Bevölkerung den Atomausstieg will, dass sie nicht mehr bereit ist, die Risiken mitzutragen. Die Atomindustrie hat ihr riesiges Risiko aber in keinster Weise abgedeckt. Die Kosten eines Unfalls, müsste die Bevölkerung bezahlen – also auch hier nicht die, die das Geschäft machen. Doch in Bern wird der Atomausstieg weiter verschleppt, verwässert und auf den Sanktnimmerleinstag verschoben, weil offenbar doch noch ein paar wenige daran verdienen.

Drittens profitieren wir alle dank Handy, Auto oder durch unser tägliches  Essen von der Ungerechtigkeit in anderen Ländern für ein wenig Luxus für uns selbst.

Umweltprobleme und soziale Ungerechtigkeiten haben weltweit und auch bei uns oft einen Zusammenhang – auch wenn er nicht immer ganz offensichtlich ist. Wir Grünen setzen uns dafür ein, dass dieser Zusammen-hang zuerst einmal erkannt wird und kämpfen dann dafür, dass mit den Ressourcen sorgfältig umgegangen wird und der Gewinn gerecht verteilt wird.  In der Schweiz heisst das, wir setzen alles daran, dass die Energiewende kommt, die dazu führt, dass die Energieproduktion dezentralisiert würde. Und wir kämpfen dafür, dass die Schweiz endlich aus der dreckigen Atomwirtschaft aussteigt, damit mindestens das Risiko eines Unfalls gebannt wird. Das Problem der Abfallentsorgung wird leider noch viele Generationen begleiten und Geld kosten.

Ich danke Euch für Eure Unterstützung bei diesen Anliegen!!