Für eine vielfältige, innovative Kultur in Basel

20.08.2010

Die Grünen BS fordern in einem Positionspapier zur Kultur, dass das vielfältige Basler Kulturleben nicht Opfer der bürgerlichen Sparwut wird. Basel soll als Kulturstadt weiterhin Akzente setzen können, dafür braucht es auch finanzpolitischen Spielraum. Die Grünen lehnen deshalb eine Plafonierung des Kulturbudgets entschieden ab.

Der Vorstand der Grünen BS hat diese Woche ein Positionspapier zur Kultur verabschiedet mit Grundsätzen und Leitplanken für die grüne Kulturpolitik. Das Papier wurde im Hinblick auf die anstehenden Debatten zum Erweiterungsbau des Kunstmuseums und zum Kulturleidbild erarbeitet, vor allem aber auch im Hinblick auf laut gewordene Forderungen das Kulturbudget des Kantons zu plafonieren

Es ist kein Zufall, dass sich Basel so viel Kultur leistet und die höchsten ProKopf-Ausgaben für Kultur in der Schweiz ausweist. Dies verdankt die Stadt Basel neben ihrer Funktion als regionales Zentrum vor allem zwei Dingen: ihrem weltoffenen Charakter und dem hier geschaffenen Reichtum. Die Grünen sind überzeugt, dass Basel nicht zu viel Geld für Kultur ausgibt. Die Stadt profitiert hingegen sowohl als Wirtschafts- als auch Tourismusstandort vom guten Kulturangebot. Es wäre falsch, das bestehende vielfältige Kulturleben durch eine rigorose Sparpolitik einzuschränken, eine solche hätte eine Provinzialisierung des Basler Kulturlebens zur Folge.


Ungleichgewicht bei der Unterstützung von Kulturinstitutionen

Hingegen orten die Grünen ein zu grosses Ungleichgewicht zwischen den grossen etablierten Kulturinstitutionen und der Subventionierung kleineren Institutionen und Aktivitäten im Bereich der freien Kulturszene. Wir befürworten deshalb eine unvoreingenommene Prüfung von Strukturbereinigungen insbesondere bei den Museen. Besitzstand darf nicht oberste Maxime der zukünftigen Kulturpolitik sein.

Eine lebendige städtische Kultur lebt nicht vom Geld allein. Das Angebot an zur Verfügung stehenden Räumen muss verbessert und die Nutzung der Allmend für Kulturaktivitäten vereinfacht werden. Dazu gehört die Erhaltung des Volkshauses, die Öffnung des Kasernenareals zum Rhein und die Realisierung von zusätzlichen Proberäumen.

Download des gesamten Kulturpapiers hier