Eine gute Lösung für die Familiengärten

22.01.2011

Der grosse Rat hat am Mittwoch einen Gegenvorschlag zur Familiengarten-Initiative verabschiedet. Die Grünen haben massgeblich dazu beigetragen, dass er die Anliegen der Initianten aufnimmt und einen guten Ausgleich zwischen Stadtentwicklung und dem Erhalt der Gärten ermöglicht.

Der von der Bau- und Raumplanungskommission (BRK) erarbeitete Gegenvorschlag wurde am Mittwoch vom Grünen Bündnis mit Zusatzanträgen verbessert. Die BRK hatte vorgeschlagen die Areale für Familiengärten 'in genügendem Masse' zu erhalten und zu ihrer Sicherung eine spezielle Zone zu schaffen. Dies geht in die richtige Richtung, war allerdings für die Initianten nicht befriedigend, da keine Zahlen genannt wurden. Die Anträge der Grünen ergänzten, dass mindestens 82 ha der gesamten Fläche (Flächen im Besitz des Kantons) erhalten bleiben müssen und dass 80% der Familiengärten in der Stadt Basel selbst bestehen bleiben sollen.


Anliegen der Initianten aufgenommen

Die Initianten hatten konkrete Zahlen, unter anderem 80% der Fläche in der Stadt Basel gefordert. Die Grünen haben diese Forderung in der Woche vor der Abstimmung im Grossen Rat aufgenommen, nachdem eine Einigung in der BRK und mit der Regierung nicht zustande gekommen war. Mit der Annahme der Anträge hat der Grosse Rat nun einen Gegenvorschlag vorgelegt, der den Initianten einen Rückzug der Initiative ermöglicht. Die Grünen fordern das Initiativkomitee dazu auf, das zu tun, denn die Forderung der Initiative, alle Gärten am heutigen Standort zu erhalten kommt einer Einfrierung der Stadt gleich.


Stadtentwicklung muss möglich sein - aber nicht auf Kosten der Lebensqualität

Wohnen in der Stadt ist ökologisch. Die Stadt Basel soll weiter wachsen können, um die Zersiedlung der Landschaft einzudämmen. Die Zonenplanrevision sieht eine Entwicklung an den heutigen Stadträndern vor, was eine Überbauung von Grünflächen- auch von Familiengärten - bedeutet. Bei der Entwicklung der Stadt muss aber auf einen guten Ausgleich zwischen Verdichtung und dem Erhalt der Lebensqualität geachtet werden. Die Grünen reichen deshalb einen Vorstoss ein, der eine detaillierte Evaluation des Verdichtungspotentials im Baugebiet verlangt, bevor Grünflächen neu überbaut werden. Damit soll sichergestellt werden, dass verdichtet wird, bevor Grünflächen überbaut werden, die heute von der Bevölkerung für Naherholung, für städtisches Gärtnern, für Sport genutzt werden.

Gegenvorschlag zur Initiative
Bericht in der BaslerZeitung